Gespräch und Workshop

Vortragsreihe: Währungen und Web3: Gespenster, Zeichen, Zeremonien

Geld: Dämonie im Kontinuum der Zeiten (16. April 2026)

Heimito von Doderers Unbehagen am Geld als Wertmaßstab

 

­Vortrag, Gespräch, Lesewerkstatt:

Dr. Gerald Sommer, Vorsitzender der Heimito von Doderer-Gesellschaft

 

Ort: Alte Kapelle, Campus, Universität Wien 

Zeit: 18:30h-20h

 

Die Veranstaltung stellt „Heimito von Doderers Unbehagen am Geld als Wertmaßstab" (nicht nur) im Österreich der Zwischenkriegszeit und seine kritischen und literarischen Reflexe darauf ins Zentrum des Dialogs.

Dr. Gerald Sommer ist Vorsitzender der Heimito von Doderer-Gesellschaft und seit über 30 Jahren aktiv in der Doderer-Forschung. Sein Vortrag und das anschließende Gespräch fokussieren auf Doderers kritischer Beschäftigung mit den Gesellschaftsverhältnissen im bürgerlich-kapitalistischen System und ihren möglichen Alternativen.

Von Relevanz für Doderers Auseinandersetzung sind vor allem vier Werke, zwei Romane, Die Dämonen (entstanden 1929 – 1956) und Ein Mord den jeder begeht (1937 – 1938), die aber nur kurz gestreift werden sollen, sowie die Kurzgeschichte „Eine Person von Porzellan" (1935) und die Erzählung „Die Peinigung der Lederbeutelchen" (ca. 1932). Auf die letztgenannten Kurzprosen soll ausführlich eingegangen werden, da sie nicht nur die zentralen Texte von Doderers kritischer Befassung mit dem Kapitalismus sind, sondern vor allem auch, weil sich an ihnen seine literarischen Reflexe und die mit ihnen verbundenen Chiffren analysieren und idealerweise auch klären lassen.

Die Veranstaltung versteht sich als Lesewerkstatt und wissenschaftlich-kultureller Beitrag zur Literatur und Ideengeschichte des 21. Jahrhunderts unter dem Aspekt historischer Diskurse zum „Geld der Zukunft.

Um Anmeldung wird gebeten